Nachtrag zu Aire sur l´Adour

Nach dem heutigen Frühstück standen zuerst schwere Entscheidungen an. Wir hatten uns entschlossen, unsere Rucksäcke einer genauen Inspektion zu unterziehen und alles nicht Lebensnotwendige auszusortieren und nach Hause zu schicken.

Als erstes entschied ich, dass meine gesamte Elektronik von 2,6 kg Lebensnotwendig ist. Wie könnte ich sonst den Blog füttern, Fotos schießen, Gedanken festhalten und vieles mehr. Bekloppt hin, bekloppt her, Elektronik muss sein.

Trotzdem fand ich schweren Herzens noch knapp 1.5 kg entbehrlichem. Ob das alles so richtig war? Jetzt ist jedenfalls ein Päckchen mit 2,6 kg auf dem Weg nach Hause.

Hoffentlich wird der Weg jetzt leichter.

ULTREIA!!!

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Tag 6 bis Tag 10

Tag 6 Marsolan – Condom 23,8 km

Tag 7 Condom – Lamothe 28,1 km

Tag 8 Lamothe – Nogaro 32,2 km

Tag 9 Nogaro – Aire sur l´Adour 25,0 km

Tag 10 Ruhetag in Aire sur l´Adour

Tag 6 versprach mit geplanten 21 km etwas ruhiger zu werden. Also ließen wir uns morgens für alles etwas mehr Zeit und kamen erst gegen 8.30 Uhr auf Tour. Das Wetter versprach angenehm und schön zu werden und so entschlossen wir uns, die etwas längere Tour über La Romieu zu nehmen. In La Romieu kamen wir kurz vor 11.00 Uhr an und machten erst einmal Pause in einem Cafè. Auch für die Besichtigung der gotischen Kirche Saint Pierre und dem Kreuzgang ließen wir uns viel Zeit. Als wir die Anlage um 12.00 Uhr wegen der Mittagspause verlassen mussten, setzten wir uns auf eine Bank auf dem Marktplatz und machten erst einmal Picknick. In der Zwischenzeit wurde es immer heißer, aber im Schatten und in der Kirche merkten wir nichts davon. So wurden die letzten Kilometer nach Condom wegen der Hitze doch sehr beschwerlich. In unserer Unterkunft fütterte ich als erstes die Waschmaschine. Das Abendessen nahmen wir nach Besuch der Kathedrale und dem Standbild der drei Musketiere plus d´Artagnan aus Condom plus Anne us Kölle in einem Restaurant ein, da unsere Unterkunft kein Abendessen anbot.

Der Weg nach Lamothe führte wie der am Vortag über viele Hügel entlang Getreide- und Sonnenblumenfeldern. Vereinzelt waren auch Maisfelder anzutreffen. Zuerst dachten wir, wie schön es doch im Spätsommer hier zu laufen wäre bei all den blühenden Feldern. Später ging uns doch auf, dass man durch grüne Tunnel läuft und von der Landschaft nichts mitbekommt. Also lieber jetzt laufen. Besonderst genossen wir die Passagen durch Wälder oder wenigstens mit ein paar Bäumen am Straßen- oder Wegrand, denn die Sonne knallte vom Wolkenlosen Himmel und schenkte uns Temperaturen von über 30° C. Um so entsetzter waren wir, als wir an unserer vermeintlichen Unterkunft ankamen und auf einem Plastikstuhl einen Zettel vorvanden, auf dem Madame mitteilte, heute keine Gäste empfangen zu können. Darunter die Namen derer, die reserviert hatten. Madame hatte zum Glück eine Ausweichunterkunft einen Kilometer von Weg entfernt für uns fest gemacht. Doch jeder Kilometer über 25 schmerzt, zumal wir diesen am nächsten Tag auch wieder laufen mussten. Entlohnt wurden wir mit einer netten Gemeinschaft in der Unterkunft, denn alle hatte das gleiche Schicksal ereilt und manche bekamen noch nicht einmal das gebuchte Einzelzimmer oder Milena musste sich gar mit dem Sofa zufrieden geben. Trotzdem haben wir noch viel gelacht.

Der Weg nach Nogaro verlängerte sich erst einmal um besagten Kilometer. Aus Maisfeldern wurden jetzt riesige Weinberge. Auf der einen Seite den Hügel rauf und auf der anderen wieder hinunter. Vom Profil war der Weg nicht so anstrengend aber in Nogaro hatten wir mit Blasen an den Füßen nach 31 km die Schnauze gestrichen voll. Für die restlichen vier Kilometer bis zur Unterkunft bestellten wir uns lieber die moderne Variante des Eselkarrens und genehmigten uns in der Wartezeit ein großes Panaché (Radler). Was für ein Genuss. Der Anruf in der Unterkunft während der Wartezeit auf den Eselskarren, dass wir noch kommen (es war kurz vor 18.00 Uhr), ergab, dass wir das Taxi zu früh bestellt hatten. Der Herbergsvater war gerade auf dem Weg in unserer Nachbarschaft zwei andere Pilger abzuholen. (Wer et hät jewoss, der et hät gedonn, frei nach Jan von Werth) In der Herberge, ein ehemaliges Hotel, wurden wir fürstlich versorgt. Das uns zugeteilte Vierbettzimmer war ballsaalartig groß, der Herbergsvater fütterte für uns die Waschmaschine und das Abendessen hatte Gourmetqualität. Leider hielt der Herbergsvater nach dem Essen noch eine fast halbstündige Ansprache, von der selbst Anne wegen schlechter Aussprache nur die Hälfte verstand.

Der Weg nach Aire sur l´Adour war dann vom Streckenprofil sehr angenehm. Er führte durch viele Waldstücke, entlang baumbestückter Landstraßen und war dazu noch wenig hügelig. An einer stillgelegten Bahntrasse, der wir einige Zeit folgten, war zudem ein netter Rastplatz eingerichtet. Hier trafen wir, bei einer längeren Pause, nach und nach viele bekannte Gesichter. Es wurde viel gescherzt und gelacht. Der weitere Weg wurde dann doch noch recht beschwerlich, denn die Blasen an den Füßen machten sich stark bemerkbar. Nach Ankunft im Hotel, ja, wir leisten uns hier für den Ruhetag ein Hotel, suchten wir noch eine Apotheke für weitere Blasenmittel auf. Die freundliche Madame bestätigte uns, dass die Blasen auch etwas mit den heißen Temperaturen und dem daraus resultierenden Schwitzen zu tun habe.

Den heutigen Ruhetag haben wir für Besichtigung des Ortes, einen ersten Bericht am Fluss schreiben, Blasenpflege, lecker Essen und zusätzliche Stunden Schlaf genutzt. Diesen Bericht habe ich auf dem Bett liegend geschrieben. Jetzt ist für heute genug, denn es ist wieder Zeit, zum Abendessen zu gehen. Ruhetage haben etwas Feines, aber morgen geht´s weiter.

ULTREIA!!!

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Aus dem anstrengenden Pilgerleben

Verwöhnt wie wir sind, versuchen wir so lange wie möglich Schlafsäle zu meiden. Die von uns bevorzugten Doppelzimmer sind höchst unterschiedlicher Natur. Mal so klein, dass man kaum Platz hat den Rucksack auszupacken, mal Ballsaalartig groß. Wenn wir Glück haben, bekommen wir zwei einzelne Betten, oder wenigstens ein Bett mit zwei Matratzen. Die bevorzugten „französischen Betten“ mit nur 150 -180 cm breite sind uns ein Graus. Da kann man ja gleich auf einem Trampolin schlafen.

Den Wecker stellen wir uns für 6.00 bis 6.30 Uhr, was aber gar nicht nötig ist, denn ab 5.00 Uhr steppt draußen der Bär. Ab 6.30 bis 7.30 findet die Schlacht am Frühstückstisch statt, was eigentlich auch nicht nötig ist, denn meistens gibt es Baguette vom Vortag mit Butter und Marmelade. Mit viel Glück erhascht man einen Naturjoghurt, meistens gibt es aber auch diesen nicht.

Zwischen 7.30 und 8.15 Uhr sind wir dann unterwegs. Das Navi hätte ich mir sparen können, denn obwohl ich eine neue, aktuelle Wanderkarte geladen habe, hat sich der Weg zum Vorjahr an vielen Stellen geändert. Leider ist der Weg dadurch nicht kürzer geworden, aber den alten Weg kann man meist nicht mehr gehen, da er verwildert und zugewuchert ist. Ich hatte mir die GPX-Daten eines Pilgers aus dem Internet heruntergeladen, um damit unsere Tour kilometermäßig leichter planen zu können. Jetzt ist jede Tour ein bis zwei Kilometer länger. Dies hört sich erst einmal nicht so schlimm an, aber durch Besichtigungen kommen auch immer wieder einige Meter hinzu. Bis Kilometer 20 ist Genusswandern angesagt, ab Kilometer 25 wird es schwer und derzeit geht ab Kilometer 30 nicht mehr viel. Dazu haben wir seit 4 Tagen Temperaturen über 30° C, was das Wandern nicht vereinfacht. Ich habe jetzt alles im Rucksack in leichte Müllbeutel verpackt, da ich selbst die dicke Rückenpolsterung durchschwitze.

Glücklich in der Unterkunft angekommen, wird einem zuerst ein kühles Getränk angeboten und meistens gilbt es ein freudiges Hallo mit bereits angekommenen Pilgern, die man schon einmal unterwegs oder in vorherigen Unterkünften kennen gelernt hat. Jetzt aber schnell aus Zimmer, duschen, Unterwäsche, Socken und Hemd durchwaschen, denn pünktlich um 19.00 Uhr steht das gemeinsame Abendessen auf dem Tisch. Auch hier sind die Regularien wie auch die Unterkünfte ganz unterschiedlich. Es gibt immer eine Vorspeise, einen Hauptgang und eine Dessert, dazu Wasser und Wein. Mal ist es hohe Kochkunst, mal ist es Hausmannskost und Fruchtjoghurt im Becher. Aber immer sehr schmackhaft und nahrhaft. In einfacheren Unterkünften wird anschließend von den Pilgern selbst gespült und der Tisch gleich wieder für´s Frühstück eingedeckt. So dauern die Abendessen immer zwischen 1,5 bis 2 Stunden. Auch wenn ich nicht immer alles verstehe und Anne mir vieles übersetzt, ist es eine angenehme Zeit des Austausches mit den anderen Pilgern.

In der Zwischenzeit ist meistens die Wäsche schon getrocknet und kann für den nächsten Tag wieder hergerichtet werden. Alles was man nicht mehr braucht schnell im Rucksack verstaut, denn ab 22.00 Uhr fallen die Augen zu. Länger als 22.20 Uhr habe ich es bisher nicht geschafft. Dann ist Anne längst im Reich der Träume. Dank unseres Doppelzimmers schallt das Schnarchen aus den anderen Zimmern nicht ganz so laut herüber. Aber es gibt schon laut atmende Menschen …

Den gelaufenen Track und die Tagesdaten versuche ich immer in der Zeit, in der Anne im Bad ist, hoch zu laden. Für Berichte schreiben reicht meist die Zeit nicht mehr. Bis zur Zieletappe nach dem Aufstieg der Pyrenäen, haben wir die Tour vorgeplant und vorgebucht. Vielleicht sind wir bis dahin noch fitter und schaffen die Kilometer schneller, oder wir müssen die Etappen etwas kürzer planen. Auf jeden Fall brauche ich mehr Zeit.

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Ankunft in Aire sur l´Adour

Tag 6 Marsolan – Condom 23,8 km

Tag 7 Condom – Lamothe 28,1 km

Tag 8 Lamothe – Nogaro 32,2 km

Tag 9 Nogaro – Aire sur l´Adour 25,0 km

 

Heute sind wir um 15.30 Uhr in Aire sur l´Adour angekommen. Hier gönnen wir uns morgen einen Ruhetag und werden dann über die vergangenen Tage berichten. Die Tage sind so ausgefüllt, dass mir die Zeit zum berichten fehlt. Die Anstrengung des Wanderns ist auch eine ganz andere, als bei unserer letztjährigen Fahrradtour. Dazu kommt in den Unterkünften ein starres Programm. Gemeinsames Abendessen gibt es um 19.00 Uhr und das dauert zwischen 1,5 bis 2 Stunden. Danach noch ein wenig die gewaschene Wäsche sortieren und um 22.00 Uhr fallen uns die Augen zu.

Also, keine Sorge um uns, uns geht´s gut. Nur unsere Tage hatten zu wenig Stunden.

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Falscher Ehrgeiz

4. Tag  Auvillar – Sainte Mere 28,1 km

5. Tag   Sainte Mere – Marsolan 21,6 km

Gestern wurde mein falscher Ehrgeiz heftig bestraft. 28 km sind für den zweiten Tag einer Wanderung mit viel Gepäck einfach zuviel. Doch nachdem es am Vortag auf sehr flacher Strecke so gut geklappt hatte, wollte ich auch die gestrige Etappe komplett laufen. Zwar ist die Region Midi – Pyrenees recht hügelig, aber wir kamen den ganzen Tag gut voran. Bis zum Ende unserer Mittagspause um 13.00 Uhr hatten wir auch sehr schönes Wetter. Doch es zogen dunkle Wolken auf und etwa 8 km vor unserem Ziel wollte uns der Himmel vor zu viel Sonne und Staub bewahren. Ein kurzer aber heftiger Regenschauer verwandelte den Weg in eine Rutschpartie. Fetter Lehmboden und nasses Gras sorgen nicht unbedingt für festen Stand.

Dennoch kamen wir weiterhin gut voran. 5 km vor unserem Ziel, es hatte längst aufgehört zu Regnen, dann die falsche Entscheidung. Da unsere Unterkunft genau diese 5 km abseits des Jakobsweges liegt, hatte die Inhaberin angeboten, uns am Abzweig mit dem Auto abzuholen und am nächsten Morgen dort auch wieder abzusetzen. Da der Ort Castet – Arrouy in dem der Abzweig liegt, nur über wenig ansprechende Unterkünfte verfügt, hatten wir die Unterkunft in Sainte Mere gebucht. Nun standen wir am Abzweig Ich bot Anne an, in der Unterkunft anzurufen und sich abholen zu lassen. Ich wollte unbedingt die letzten Kilometer noch laufen, zumal mein Navi eine ganz flache Strecke anzeigte. Alleine wollte Anne dann auch nicht abgeholt werden und so stiefelten wir los. Rauf, runter, rauf, runter, rauf, runter, nix mit flacher Strecke. Völlig fertig kamen wir kurz nach 17.00 Uhr in der Unterkunft an. Madame schimpfte ein wenig, weil wir nicht angerufen hatten, lud uns dann aber auf selbstgemachte Minzlimonade ein, sehr lecker und erfrischend. Eifrig erzählte sie Anne von ihren eigenen Pilgerwanderungen, unter anderem von Sainte Mere über Rom, Thessaloniki, Istanbul nach Jerusalem. Nach einer knappen halben Stunde musste sie uns noch unbedingt die Dorfkirche und andere „Sehenswürdigkeiten“ des Ortes zeigen. Erst heute ist mir bewusst geworden, was die gute Dame mit uns veranstaltet hatte. Bei Fußballern nennt man das Auslaufen. Wir hatten kaum noch Zeit uns zum Abendessen, leckere Tagine mit Rochen, Kürbis und Mandeln, frisch zu machen. Nach dem Essen vielen wir nur noch ins Bett und wollten von nichts mehr wissen.

Bis auf ein paar Blasen an den Füßen, selbst die beste Vorbereitung nutzt da nichts, ging es uns heute Morgen überraschend gut und wir konnten die heutige Etappe recht unspektakulär abspulen. Allerdings haben wir das Angebot angenommen und uns mit dem Auto zum Jakobsweg fahren lassen. Trotz ausgiebiger Pausen kamen wir bereits um 15.30 Uhr in unserer heutigen Herberge an. Hier konnten wir noch bei schönem Wetter im Garten ausgiebig relaxen. Anne liest ein Buch auf den E-Reader und ich quäle die Tastatur. Das Wasser im Schwimmbecken, das wir im Garten benutzen dürften, ist mir leider viel zu kalt.

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Tag 3 Moissac – Auvillar 21,5 km

Obwohl wir in Pommevic exakt eine Stunde Mittagspause gemacht hatten, erreichten wir unsere vermeintliche Unterkunft in Auvillar bereits um 14.30 Uhr.
Doch der Reihe nach. Da auch der heutige Tag wieder sehr schönes Wetter versprach, verließen wir bereits um 7.55 Uhr unser Quatier in Moissac. Wir wollten die angenehme Morgenfrische ausnutzen, um der Mittagshitze ausweichen zu können. Schnell noch in Moissac etwas Brot und Wurst eingekauft und schon waren wir frohen Mutes auf dem Weg. Für den Einstieg in unsere Wanderung hatten wir auch die ideale Strecke zu laufen. Der Weg verlief fast 15 km recht eben an einem schiffbaren Kanal entlang. Die geringen Gefälle und Steigungen waren hier nur an den vereinzelten Schleusen zu verzeichnen. Die mächtigen Platanen entlang der Ufer spendeten reichlich Schatten, sodass es eine Freude war, dem Kanal zu folgen. Obwohl die Beschilderung uns über eine Brücke leiten wollte, um dann kurze Zeit später über die nächste Brücke wieder die Uferseite und den parallel verlaufenden Fluss Tarn zu überqueren, vertraute ich lieber meinem Navi. An der zweiten Brücke angekommen, mussten wir feststellen, dass es keinen Aufgang zur Brücke gab und wir den Weg wieder zurück mussten. So einen Scheiß! Wem soll ich denn ab morgen vertrauen? Navi oder Beschilderung? Der Glaubenskrieg beginnt. Mal sehen wie oft wir uns verlaufen und wann Anne mir das Fell über die Ohren zieht. Schließlich ist sie ja bis hierhin auch ohne Navi gekommen. Wie oft sie sich verlaufen hat und wie viele Kilometer Umweg sie gelaufen ist, darüber herrscht Stillschweigen. Kommentar von Anne beim Schreiben: „Du Doof!“

Als wir an unserem vermeintlichen Hotel ankamen, hieß es dort “kein Zimmer verfügbar, ausgebucht, wir haben nach der Buchungsbestätigung keine nochmalige Bestätigung durch Frau Connemann erhalten.“ Jetzt haben wir ein Privatquartier für 5 Personen mit zwei Schlafzimmern und einem Bad für uns alleine. Nach einer ausgiebigen Ortsbesichtigung incl. Kirche von 30 Minuten, haben wir den Nachmittag genutzt, unsere müden Knöchelchen auf dem Bett zu pflegen. Der nächste Morgen kommt bestimmt.

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Moissac

Tag  1  Köln – Moissac
Tag  2  Moissac – Besichtigung

Nachdem wir gestern Köln um 8.45 Uhr mit dem Thalys verlassen hatten, kamen wir mit 1 Std Verspätung in Paris, Garde du Nord, an. Von dort fuhren wir mit der Metro zum Bahnhof Montparnasse, den wir um 15.22 Uhr mit der Bahn nach Agen verließen. Von Agen ging es um 20.25 Uhr weiter nach Moissac. Gegen 21.00 Uhr erreichten wir dann endlich unsere Unterkunft in Moissac. Schnell den Rucksack auf dem Zimmer abgestellt, gingen wir gleich weiter ins Städtchen, um den Tag bei einem Glas Rotwein bzw. Glas Bier ausklingen zu lassen.

Nach einer guten und ruhigen Nacht besichtigten wir heute Morgen ausgiebig das Kloster von Moissac. Der beeindruckende Tympanon zeigt die großartige Leistung romanischer Bildhauerkunst. Der anschließende Spatziergang durch die Stadt und entlang des Flusses Tarn führte uns auch zur längsten Kanalbrücke Frankreichs. Hier wird ein schiffbarer Kanal mittels einer Brücke über die Tarn geführt.
Den späteren Nachmittag genossen wir dann bei strahlendem Sonnenschein und wolkenlosen Himmel im Garten unserer Unterkunft.

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Rucksack gepackt

Die Vorbereitungen sind abgeschlossen.

Alle Übernachtungen sind bis zu den Pyrenäen vorgebucht und bestätigt. Mit viel Mühe, Anstrengung und auch Trauer ist der Rucksack gepackt. Es ist mir sehr schwer gefallen, mich auf ein halbwegs akzeptables Gewicht zu beschränken. Da ich trotz vielfachem Zureden nicht auf meine gesamte Elektronik mit einem Gewicht von ca. 2,5 kg verzichten möchte, muss ich an anderer Stelle massiv einsparen. Wie soll ich mit nur vier Hemden eine so lange Strecke bewältigen? Wird Sonnencreme nicht überbewertet und man könnte statt dessen etwas anderes, viel Wichtigeres mitnehmen? Auf Haarshampoo, Duschcreme und Rei in der Tube kann ich ja noch zu Gunsten eines Stückes Kernseife verzichten. After Shave und Eau de Toilette kann ja ruhig zu Hause bleiben, aber auf meinen heißgeliebten Leatherman verzichten? Muss nicht ein Grundsortiment an Erster Hilfe mit Wundauflage, Mullbinde und Rettungsdecke, sowie Desinfektionssalbe und Pflaster verschiedener Größen und Formen mit? Auf Blasenpflaster kann man nicht verzichten, dann schon eher auf Schuhputzmittel und Haargel. Das nächste Mal fahre ich wieder mit dem Fahrrad. Da kann man ungestraft Gaskocher, Ersatzkartusche und verschiedene Töpfe rund 5500 km spazieren fahren, um nur ein Mal Nudeln mit Tomatensauce damit zu kochen. Daran darf ich jetzt nicht einmal denken.

Schluss jetzt, die Elektronik kommt mit und der Rest bleibt zu Hause. Fällt sowieso keinem auf, wenn ich immer das gleiche Hemd auf den Bildern anhabe. Wer achtet schon auf Kleinigkeiten.

Rucksackfüllung

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Es geht wieder los! …Yeah!!!

DonkeykleinIch fand es toll, dass ich nach der großen Radtour in 2014 einen Siegerkranz bekommen habe. Aber nun habe ich lange genug darin ausgeharrt…

Donkey im Siegerkranz

Nach fast sieben Monaten Leerlauf steht nun endlich wieder eine Unternehmung an, die ich begleiten darf und soll! Ich hatte ja schon länger die Diskussionen und lauten Überlegungen im Hause Abels-Connemann verfolgt, die eine Wanderung auf dem berühmten Jakobspilgerweg zum Thema hatten. Und jetzt haben die beiden mich endlich gefragt, ob ich sie auch auf dieser Wandertour begleiten möchte. Nichts lieber als das! Yeah – ich darf wieder mit!

Eine Wanderung kommt meinem Naturell wohl eher entgegen, so mein Fazit der letztjährigen Tour. Irgendwie war die Radtour schön. Ich habe auch viel gesehen, gerochen und erlebt, aber die Aussichten in der Fahrrad-Transportbox fand ich nicht immer prickelig.

Diesmal habe ich darauf bestanden, eine Aussichtsplattform mit Frischluftzufuhr zu bekommen. Ich erwarte, viele meiner Verwandten auf dem Jakobspilgerweg zu treffen. Das werden Feste!!

Ich melde mich wieder bei Euch. Erst mal muss ich meine Freude genießen.

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Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren

In drei Wochen werden wir uns von Moissac aus auf die erste Etappe unseres gemeinsamen Caminos begeben. Bis dahin sind noch einige Entscheidungen zu treffen.

Anne arbeitet intensiv an der Etappen- und Übernachtungsplanung. Für die Reservierung in Roncesvalles konnten wir auf die Hilfe unserer Freundin Heike vertrauen. Vielen Dank an dieser Stelle dafür.

Ganz langsam wachsen auch wieder die Berge an Ausrüstungsgegenständen und Kleidung auf unseren Vorbereitungstischen. Jedes bereitgelegte Teil wird gewogen und in eine Liste eingetragen. Dabei achten wir auf jedes Gramm Gewicht. Zu schwer befundene Teile werden gleich wieder gegen leichtere Teile ausgetauscht. Dadurch entsteht ein fast tägliches hin und her der bereitgelegten Teile. Eine endgültige Entscheidung, welches Teil wir nun mitnehmen und welches zu Hause bleiben darf, werden wir wohl erst kurz vor Abfahrt nach Moissac treffen. Aber auf diese Weise hoffen wir, nichts zu vergessen und das Optimale für ca. 10 Wochen Wanderung mitzunehmen.

Für die Fahrradtour im letzten Jahr hatte ich ja noch ein Praktikum im Weidener Fahrradhaus gemacht, um Schäden an unseren Fahrrädern reparieren zu können. In diesem Jahr habe ich mich gegen ein Praktikum bei Schuster und Orthopäden entschieden, um eventuelle Schäden an Schuhwerk und Knöchelchen zu reparieren. Mit Plattfüßen ist eher in den Schuhen als an den Schuhen zu rechnen, Blasen an den Füßen werden wir wie immer mit Blasenpflaster und Verachtung behandeln und für Notfälle muss unser befreundeter Orthopäde mit Ferndiagnosen aushelfen.

Also, alles im grünen Bereich.

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