Wir sind schon da

Huch, … 15.00 Uhr, … wir haben nach 62 Kilometern unser Quartier in Lubniewice erreicht.

Dabei ging der Tag gar nicht so gut los. Wir hatten beide schlecht geschlafen und wollten nicht aus den Federn. Nach dem Frühstück baten wir den Portier, uns bei der Buchung der nächsten Unterkunft mittels eines Telefonates behilflich zu sein. Zu unserer großen Freude war er sehr freundlich und sofort dazu bereit. Nach 1o – 15 Versuchen, das Agritourismus, eine Art Unterkunft auf dem Bauernhof, zu erreichen, brachen wir den Versuch ergebnislos ab. Erst einmal packen und abreisefertig machen. Nach einer halben Stunde der nächste Versuch beim Agritourismus. Wieder Abbruch nach 10 – 15 Versuchen. Nächster Versuch bei Gästezimmern, auch kein Glück, für heute ausgebucht. Als nächstes Anruf bei einer Pension. Hier haben wir Glück, das letzte Zimmer zu bekommen, wenn wir bis 16.00 Uhr eintreffen.

Siehe oben: geschafft, trotz 40 Minuten Picknick.

Unser Zimmer ist zwar sehr klein, aber für eine Nacht reicht es allemal. Dafür haben wir direkten Zugang zum See. Vielleicht gehe ich heute Abend noch eine Runde schwimmen.

Die heutige Wegstrecke war sehr abwechslungsreich. Die ersten neun Kilometer sehr eben durch das Naturschutzgebiet Warthemündung. Danach ging es mit Wellensurfen durch abwechslungsreiche Landschaft. Mischwälder, Getreide- und Maisfelder sowie Brachland wechselten sich ab. In den kleinen durchfahrenen Ortschaften schien die Welt still zu stehen.

Das Wetter verwöhnte uns mit Sonne satt. Die Schäfchenwolken spendeten ab und an Schatten und die dunklen Wolken verzogen sich so schnell, wie sie auftauchten.

Leider habe ich heute kein Glück, den gefahrenen Weg (Track) hoch zu laden. Mit Bildern versuche ich es daher heute erst gar nicht.

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Ein abwechslungsreicher Tag

Begonnen haben wir den heutigen Tag, der uns nach 75 Kilometern die polnische Grenze und nach weiteren zwei Kilometern unser Hotel in Küstrin erreichen ließ, mit einem tollen Frühstück im Garten. Auf dem reich gedeckten Tisch lag sogar eine Tageszeitung.

Als wir eine Stunde später unsere Räder beluden, fielen doch tatsächlich ein paar Regentropfen! Hatten wir so nicht bestellt und darum auch gleich bei der Wirtin, die uns beim Beladen zuschaute, reklamiert. Diese hatte einen guten Draht nach oben, denn für den Rest des Tages war kein Regentropfen mehr gesehen.

Dafür sahen wir herrliche Landschaftsbilder der Märkischen Schweiz, in der es wieder munter rauf und runter ging. Unsere Kondition und unsere Kraft haben sich wohl inzwischen so stark verbessert, dass die starken Steigungen nur noch lästig, aber nicht mehr schrecklich sind. Kaum hatten wir die herrliche Märkische Schweiz hinter uns, änderte sich die Landschaft schlagartig. Es ging lange Zeit, manchmal kaum merkbar, nur bergab, bis der Höhenmesser meines Tachos Minuswerte anzeigte.

Offene, weite Felder führten uns in den Oderbruch. Hier fuhren wir kilometerweit auf der gut asphaltierten Deichkrone. Ein leichter Rückenwind ließ uns nur so dahin fliegen. Trotzdem blieb genügend Zeit, um Graureihern, Störchen und Greifvögeln bei ihrer Jagd nach Leckereien zuzuschauen.

In Letschin trafen wir eine junges Paar wieder, mit dem wir bereits am Vortag einige Kilometer gemeinsam zurück gelegt hatten. Unsere Wege trennten sich gleich wieder, weil wir auf einer Bank unter einer schattenspendenden Kastanie Picknick machen wollten. Hier entdeckte ich dann noch einen Bäcker, bei dem wir köstliche Leckereien erstanden, und eine kleine, geöffnete Kneipe, in der ich zwei erfrischende Kaltschalen zu unserem Picknick auf der Bank erstehen konnte.

Der goldene Sonnenuntergang, den wir von unserer Hotelterrasse beobachten können, verspricht schönes Wetter für den morgigen Tag.

Allee durch die Märkische Schweiz

Allee durch die Märkische Schweiz

Fahrt auf der Deichkrone im Oderbruch

Fahrt auf der Deichkrone im Oderbruch

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Endlich raus aus der Stadt

Nach zweieinhalb schönen Unruhetagen sind wir heute 70 Kilometer nach Garzau gefahren, einen kleinen Ort Richtung Küstrin. Nach mehr als 25 gefahren Kilometern, hatten wir heute Morgen das hektische und verkehrsreiche Berlin mit seinen Vororten noch nicht verlassen. Erst ab dem Treptower Park und demPlänter Wald wurde es ruhiger.

Trotzdem, wir haben Berlin genossen. Die Überraschung Margret, Michael, Julia und Rene zu treffen und mit ihnen im Brauhaus Lemke, nahe den Hackeschen Höfen, einen schönen Abend zu verleben, war gelungen. Vorher hatten wir noch einen Friseur aufgesucht und unsere Haarpracht wieder verkürzen lassen.

Samstags stand noch vor der Erledigung einiger Besorgungen, der wöchentliche Besuch eines Waschsalons auf unserem Programm. Dieses ewige hin und her sowie rundherum ist auf Dauer doch ein langweiliges Programm.

Für Abwechslung und Vorfreude sorgte dafür eine Nachricht von Evelyne und Helmut, sich Samstags Nachmittags mit uns zu treffen. Dass daraus ein gemeinsames Essen im „Beis´l“ (sehr zu empfehlen) und eine Einladung zum Endspiel der WM schauen in ihrem Hotel wurde, rundete den Tag glanzvoll ab. Weder Helmut noch ich hatten Lust verspührt, das Endspiel auf der Fanmeile anzuschauen. So saßen wir trocken, bei gepflegten Getränken in der ersten Reihe und konnten mit unseren Damen dem Sieg entgegen fiebern. Auf dem Weg in unser Hotel konnten Anne und ich ausreichend von der ausgelassenen Stimmung und der Freude über den Titelgewinn auf dem Ku-Damm aufnehmen.

Etwas unausgeschlafen mussten wir uns dann heute Morgen auf den Weg machen. Die Picknickpause am kleinen Müggelsee nutzte ich dann, um etwas Augenpflege mit der Sicht nach innen zu betreiben.

Weil heute Montag ist und alle Restaurants im weiten Umkreis geschlossen haben, sitzen wir bei Wasser und Brot, und was Annes Picknicktasche sonst noch zu bieten hat, im Garten unseres Landhauses und genießen einen ruhigen und milden Abend.

mit dem Fahrrad vor dem Reichstag

mit dem Fahrrad vor dem Reichstag

bei Wasser und Brot im Garten

bei Wasser und Brot im Garten unserer Pension Landhaus Garzan

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Berlin erreicht

Nach 59,0 Kilometern haben wir um 14.45 Uhr unser Hotel in Berlin Charlottenburg erreicht. Kaum hatten wir das Zimmer bezogen, öffneten sich des Himmels Schleusen und es regnete. Ein Glück, dass wir heute trotz mehr als 300 Höhenmetern etwas schneller unterwegs waren.

Auch heute sind wir wieder durch viel Kiefernwald gefahren und auch die Fahrt entlang der Berliner Seen war sehr reizvoll, aber auch sehr hügelig.

Jetzt freuen wir uns auf ein Treffen mit Margret, Michael, Julia und Rene. Eine schöne Überraschung, die vier in Berlin zu treffen.

Morgen, Samstag, und Sonntag machen wir hier in Berlin Ruhetag und haben noch so einiges zu erledigen und vorzubereiten, bevor es am Montag gen Osten weitergeht.

Baumgartenbrücke, zusammenfluss von Großer Zernsee, Templiner See und Schwielowsee

von der Baumgartenbrücke, Zusammenfluss von Großer Zernsee, Templiner See und Schwielowsee

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Die Straße kochte

Hast du den Harz hinter dir, hast du den Hohen Fläming vor dir.

Alles nur Spaß, da die beiden Regionen nicht vergleichbar sind. Wir waren nach Ansicht des Höhenprofils in unserem Roadbook nur nicht auf Wellensurfen mit dem Fahrrad eingestellt. Die einzelnen Wellen stellten zwar keine hohen Anforderungen wie die Steigungen im Harz, waren aber dennoch lästig.

Wir sind heute 66 Kilometer nach Borkheide gefahren. Sehr schön war wieder der Landschaftswechsel von Auenlandschaft hin zu Kiefern- und Birkenwäldern zu beobachten. In einigen Orten sahen wir auch immer wieder „Naturbadeanstalten“. Ist das vergleichbar mit Baden im Otto-Maigler-See?

Mit dem Wetter hatten wir heute wieder richtig Glück. Bereits zum Frühstück lachte die Sonne zwischen den Wolken. Im Laufe des Vormittages klarte es immer weiter auf, jedoch verdunkelte es sich Mittags wieder. Als wir nach dem Mittagspicknick wieder losgefahren waren, wurde es kurz vor Bad Belzig schlagartig stürmisch und dunkle Wolken zogen auf. Ungefähr 500 Meter vor einer Schutzhütte, die hier im Kilometerabstand am Radweg aufgestellt wurden, fielen die ersten dicken Tropfen. Wir traten in die Pedale was die Beine hergaben und erreichten die Hütte, bevor ein heftiger Schauer niederging. Nach einer halben Stunde konnten wir trocken weiterfahren. Der aufsteigende Dunst auf der Straße sah aus, als ob die Straße kochen würde. Öfter beschlug meine Brille durch die hohe Luftfeuchtigkeit. So schnell es sich zugezogen hatte, so schnell stahlte auch wieder die Sonne vom blauen Himmel.

Naturschutzgebiet Hoher Fläming

das Naturschutzgebiet Hoher Fläming

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Wenn Seele und Geist

… in Einklang sind, strampeln die Beine fast von alleine.

Wir sind nach mehr als 88 Kilometer in Lutherstadt Wittenberg angekommen. Außer einem kräftigen Guss hinter Dessau sind wir den ganzen Tag von Regen verschont geblieben, auch wenn wir immer wieder das Donnergrollen aus der Ferne hörten.

Unser „Besichtigungsglück“ blieb uns auch heute hold. Obwohl heute kein Montag ist, war das Technikmuseum Hugo Junkers in Dessau wegen einer Veranstaltung geschlossen. Hierauf hatte ich mich besonders gefreut. Stattdessen erfreuten wir uns an der Architektur des von Walter Gropius erbauten Bauhauses Dessau.

Auf dem weiteren Weg durchfuhren wir die sehr beeindruckende Elbauenlandschaft. Von der Jagdbrücke hinter Dessau über die Mulde, konnten wir einen großen Schwarm Fische, jeder ca. 50 cm lang und ca. 10 cm hoch, sowie einen ca. 100 cm langen Wels beobachten. Ein Spaziergänger erzählte uns, dass der Schwarm jeden Tag dort stehe und darauf warte, von der Brücke gefüttert zu werden.

Im Städtchen Oranienbaum, gruppiert um die Schlossanlage einer Oranierprinzessin, machten wir Mittagspause. Hierbei gerieten wir in die Vorbereitung und den Start des jeden zweiten Mittwoch im Monat stattfindenden Seniorentanztees. Wir sind blitzefix weiter.

Bei Gräfenhaimichen gerieten wir in die Vorbereitungen eines, den Ausmaßen nach, riesigen Hip Hop – Festivals mit Namen „Splash!2014. Zum Wochenende wird hier ein Durchkommen wohl unmöglich sein.

Gut gefallen haben uns bei der Umfahrung des angrenzenden Gremminer Sees die Aussicht über den ehemaligen Tagebau, die Baggerstadt Ferropolis und die vielen Eisenskulpturen entlang des Weges.

Als wir die rote Elbbrücke nach Lutherstadt Wittenberg überquerten, waren wir froh und stolz, diese lange Etappe erfolgreich gemeistert zu haben.

Elbauenlandschaft

Elbauenlandschaft mit aufsteigendem Nebel

Lutherstadt Wittenberg in sichtweite

Lutherstadt Wittenberg ist in Sichtweite

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Lutherstadt Wittenberg

Heute Nachmittag, um 16.45 Uhr, sind wir in Lutherstadt Wittenberg angekommen. Hier fand im März diesen Jahres mit der Teilnahme am R1 Treffen, unsere Vorbereitung ihren Höhepunkt. Unter gekommen sind wir in der Pension “Zur Elbe”, wo im März der R1 – Stammtisch stattgefunden hat. Alles fügt sich und wir sind sehr zufrieden.

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Mit Blitz und Donner

… sind wir heute ins Hotel eingezogen. Nachdem es die ganze Nacht geregnet hatte, konnten wir die Fahrt über 76 Kilometer nach Köthen, zwar bei tief hängenden und dunklen Wolken, aber trockenen Fußes genießen. Der Regen setzte erst nach Bezug unseres Hotelzimmers mit weiteren Blitzen und Donners ein.

Heute Morgen wurden wir unsanft gegen 5.45 Uhr durch dreimaliges aufheulen einer Sirene in Nachterstedt geweckt. Kaum das diese ihren Lärm beendet hatte, ging der Krach mit Sirenengeheul der Feuerwehr weiter. Ausgerechnet vor unserem Hotel blieben sie stehen. Brannte es in unserem Hotel? Feueralarm war aber noch nicht gegeben worden. Dreimaliges aufheulen der Ortsirene kannte ich von früher bei uns im Ort nur bei Alarmierung der freiwilligen Feuerwehr bei einem Brand. Während ich noch darüber nachdachte, heulte auf der anderen Straßenseite schon eine Kettensäge auf. An einem Baum war ein Ast gebrochen und versperrte eine Garagenhofausfahrt. Nach einer Stunde war der Spuk beendet, unsere Nachtruhe aber auch.

Die heutige Etappe ließ sich trotz stellenweise sehr weichen Naturwegen sehr gut fahren und war entlang der Bode und Saale wildromantisch. Selbst die Steigungen schienen uns nicht viel auszumachen. Was mich in Belgien noch von Marterstrecken schreiben ließ, erlebten wir hier in vielen kleinen Orten und Durchfahrten mindestens genau so heftig. Freunden von Kopfsteinpflaster kann ich nur sagen: „Auf nach Sachsen – Anhalt.“

Genug für heute, jetzt ist Zeit für das Halbfinale Deutschland vs Brasilien.

wildromantisch an der Saale

wildromantisch geht der Weg der Saale entlang

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