Nachtrag, Do 24.07.14

Nach 66 Kilometern sind wir in Dzierzgon angekommen. In unserem Roadbook ist die Unterkunft mit „Cultural Center (im Schloss nach Voranmeldung)“ beschrieben. Bis vor dem zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude von den Johannitern als Krankenhaus genutzt. Nach der Wende haben die Johanniter wieder die Patenschaft über das Gebäude übernommen und es wird als Kulturzentrum mit Übernachtungsmöglichkeit genutzt. Die hier tätigen Personen sind ausgesprochen Zuvorkommend und hilfsbereit.

Seit mehr als fünf Stunden probt eine Theater – AG unter unserem Fenster im Hof. Der halbe Ort wurde durch die laute Musik schon zum Zuschauen angelockt. Da kein Sprachtheaterstück geprobt wird, sondern experimentelles Theater nach Musik, dudelt immer wieder die gleiche Musik.

In der Unterkunft wird weder Abendessen noch Frühstück angeboten und das einzige Speiselokal im Ort schließt bereits um 18.00 Uhr. Das haben wir nicht mehr erreicht und so kam unsere Campingkücke, die seit über 40 Tagen spazieren fahre, für Nudeln mit Tomatensauce zum Einsatz. Kalorien für die morgige Fahrt nach Fromburk.

Ach ja, gefahren sind wir heute auch. Bis zur 1914 erbauten Schleuse der Nogat folgten wir dem Weichseldamm und erklommen dann den ringförmigen Höhenzug, der das Weichseltal großräumig umschließt. Danach änderte sich wieder die Landschaft. Hatten wir bisher kleine, abwechslungsreiche Felder, zeigten sich jetzt wieder die extrem großen Anbauflächen. Getreide, so weit man sehen konnte.

Den Abstecher nach Malborg haben wir uns geschenkt, da wir vor Jahren auf unserer Masurentour bereits eine Führung und ein abendliches Theaterspektakel in der wunderschönen, beeindruckenden Deutsch-Ordensritter Burg hatten.

1903 erbautes Mennonitenhaus aus Holz an der Weichsel

1903 erbautes Mennonitenhaus aus Holz an der Weichsel

Kochaktion auf dem Zimmer

Kochaktion auf dem Zimmer

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Hagel, Blitz und Donnerschlag

Und wieder hat ein Landschaftswechsel stattgefunden. Auf dem Weg nach Kwidzyn mit seinen 74 Kilometern, wurden die großflächigen Felder immer weniger und abwechslungsreiche Kleinflächen dominierten. Zwar wird auch hier Getreide angebaut, aber auch Kartoffeln, Zwiebeln, Möhren und was mich überraschte, sehr viel Tabak. Auch offene Scheunen, in denen der Tabak getrocknet wird, haben wir auf dem Weg häufiger gesehen.

In einem lichten Kiefernwald haben wir heute mangels Sitzgelegenheit unsere Picknickdecke ausgebreitet und wollten eine längere Picknickpause machen. Nach einer halben Stunde vernahmen wir immer bedrohlicher werdendes Donnergrollen. Wir packten schnell zusammen und fuhren los, um aus dem Wald heraus zu kommen. Eine ganze Weile konnten wir noch trocken am Weichseldamm entlang radeln. Erst einzeln, dann doch kräftiger fielen bis zu kirschgroße Hagelkörner auf uns nieder. Schnell streiften wir unsere Regenponchos über. Gegen Regen helfen sie ja ganz gut, aber Hageltreffer spürt man trotzdem. Auf unseren Fahrradhelmen knallten die Hagelkörner ganz ordentlich. Trotz Blitz und Donner stellten wir uns unter den nächsten Baum, um etwas Schutz zu haben. Der Hagel ging dann auch schnell in Starkregen über. So schnell es begonnen hatte, hörte es auch wieder auf. Nach weiteren zwei „Poncho an – Poncho aus“ Aktionen war der Spuk auch schon zu Ende und die Sonne traute sich wieder hervor.

Von weitem sahen wir dann bald die Burg der ehemaligen Deutsch – Ordensritter in Kwidzyn. Noch eine Schiebeaktion hinauf in den Ortskern und wir hatten unser Hotel erreicht.

Tabakanbau an der Weichsel

Tabakanbau an der Weichsel

Deutsch-Ordensritterburg in Kwidzyn

Deutsch – Ordensritterburg in Kwidzyn

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Windbrecher fehlen

Nachdem wir gestern viel gefahren sind, haben wir heute nach 52 Kilometern unser Ziel, Chelmno, Stadt der Verliebten, um 14.00 Uhr erreicht.

Während der Fahrt blies uns die ganze Zeit ein kräftiger Nord-Ost-Wind entgegen, so dass es sich in Chelmno anfühlte, als seien wir die doppelte Strecke gefahren.

Landschaftlich unspektakulär wechselten sich Getreide, Mais und Raps, den ich bisher immer vergessen hatte zu erwähnen, ab. Abwechslung schafften die verschiedensten Arten von Mähdreschern, die uns zeitweilig, wenn sie parallel der Straße droschen, das Atmen durch erhebliche Staubentwicklung erschwerten. Strohstaub auf schweißnasser Haut juckt wie Teufel.

Die vielen Alleen spendeten uns wieder Schatten, doch das fehlende Buschwerk wurde von Anne als Windbreaker schmerzlich vermisst. Auch konnten wir heute eine wohl polnische Spezialität kennen lernen. Manche Straßen sind nur halbseitig asphaltiert. Die andere Hälfte ist Naturweg oder Schotter. Wer bei Gegenverkehr in den Schotter muss, entscheidet das Rechtsfahrgebot. Der Asphalt wechselt von Zeit zu Zeit die Seite. Anne meinte, diese Art der Straßenbefestigung gleich nach der Wende auch in Ostdeutschland erlebt zu haben und schiebt es der sozialistischen Planwirtschaft zu.

Die Überquerung der Weichsel über die Brücke bei Chelmno, bereitete mir, wie zu erwarten, erhebliche Probleme. Obwohl ich das Fahrrad schob, waren meine Hände schweißnass.

Nachmittags erkundeten wir zu Fuß die Altstadt von Chelmno, die im zweiten Weltkrieg nicht zerstört worden ist. Ein ruhiges, beschauliches Städtchen, geprägt von Backsteingotik, hoch auf den Hügeln über der Weichsel.

alles friedlich, sogar die Frau

alles friedlich, sogar die Frau

an der Weichsel, im Hintergrund Chelmno

an der Weichsel, im Hintergrund Chelmno

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Et kütt wie et kütt

Kaum schreibe ich gestern, wir wollen keine 80 Kilometer-Touren fahren, fahren wir heute 85 Kilometer nach Koronowo. Wunsch und Wirklichkeit gehen manchmal getrennte Weg. Wir waren selber von der Kilometerzahl überrascht, als wir um 17.00 Uhr unser Hotel erreichten.

Die heutige Tour war recht unspektakulär, immer rauf und runter, endlose Getreidefelder, die mal rechts, mal links von vertrocknenden Mais- oder Rübenfeldern unterbrochen wurden. Etwas Besonderes war dann schon mal ein Zwiebel- oder Rote Beetefeld. Aber immer schön rauf und runter. Schön sind die vielen Alleen mit altem Baumbestand, die uns heute Schatten spendeten. Zum Glück war es nicht mehr ganz so heiß wie an den Vortagen, was einem steten, kühlendem Wind, meistens von vorne, zu verdanken war.

Die vielen kleinen Ortschaften wirkten wie ausgestorben. Nur selten sahen wir Personen oder Kinder auf den Straßen oder in den Gärten der Häuser. Liegt es an den Ferien oder an den Temperaturen? Die wenigen Hunde kläfften dafür um so intensiver. Ein kleiner Kläffer verfolgte uns und interessierte sich sehr intensiv für Annes Füße. Ein kurzer aber sehr kräftiger Pfiff auf Annes Notfallpfeife und weg war der Kläffer. Damit hat die Pfeife ihre Hundefeuertaufe erfolgreich bestanden.

Anne erfreute sich an jedem Strabag Bauschild. Versprach das Schild doch einen neuen, gut zu rollenden Straßenbelag. Überhaupt wird hier in der Region sehr viel an den Straßen ausgebaut und repariert. Im Großen und Ganzen waren die von uns bisher in Polen gefahrenen Straßen in akzeptablen Zustand.

Kirschen gibt es hier reichlich

Kirschen gabs gestern reichlich

Hans voe Bagdad

sind wir hier richtig, oder haben wir uns verfahren

Abendspaziergang in Koronowo am See

Abendspaziergang am See in Koronowo

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Heute nur eine kurze Tour

Bereits nach 39 Kilometern haben wir unser heutiges Ziel in Bialosliwie erreicht. Nachdem wir gestern schon etwas mehr Zeit hatten, haben wir uns intensiver mit der Tourenplanung der nächsten Woche beschäftigt und schon viele Quartiere vorgebucht. Auch hier in Polen sind Ferien und schon vieles ausgebucht. Außerdem haben wir nicht sonderlich viel Lust, bei den vorherrschenden Temperaturen und dem anstehen Streckenprofil mehr als ca. 65 Kilometer zu fahren. Wenn dann die nächste verfügbare Unterkunft erst ca. 80 Kilometer oder mehr entfernt ist, machen wir halt nur eine kurze Tour. Dafür lassen wir den Ruhetag ausfallen. Waschsalons, wie wir sie in Deutschland kennen, haben wir noch keine gesehen. Also machen wir fast täglich Handwäsche, obwohl nach 15 Minuten Fahrt alles wieder wie am Vortag riecht und nass ist, wie nach der Wäsche.

Ab heute haben wir auch wieder Hügel zu erklimmen, zwar noch kleine, aber ab Morgen wird es mehr. Die Landschaft ändert sich auch wieder. Nachdem wir heute zuerst wieder viel Wald durchquerten, öffnete es sich später und wir durchfuhren Obstplantagen. Äpfel, Birnen und Kirschen werden hier angebaut. Aber auch rote Beete Felder waren nicht zu übersehen.

In unserer Unterkunft habe ich mir dann auch einmal, dank guter Internetverbindung, angeschaut, woher überall Zugriff auf unseren Blog stattfindet. Allein heute waren es Besucher aus Tunesien, Frankreich, Italien, Ukraine, Deutschland, USA und Canada. Sind das Zufälle oder sind das Freunde im Urlaub? Schickt doch einmal ein paar Urlaubsgrüße, wir würden uns freuen.

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Neues aus der Box

DonkeykleinHallo Leute, nicht dass ihr meint, mich gäbe es nicht mehr.

Ich verstehe die Welt nicht mehr. In Berlin werde ich aus meiner Box geholt, bekomme wieder diese schwarz-rot-goldenen Clips an die Ohren, und darf mitten auf dem Tisch Fußball gucken. Kaum jubeln alle und liegen sich in den Armen, komme ich wieder in meine Box, werde hin und her geschaukelt und bekomme nur noch Jubel, Freudengesänge, Autogehupe und Böllerschüsse in meiner Box mit. Glaubt ihr, ich hätte auf dem Ku-Damm einmal aus meiner Box gedurft? Nix – null – niente! Stur wie Esel habe ich mich in die hinterste Ecke verzogen.

Nachdem der blaue Esel zum dritten Mal gebockt und Anne abgeschmissen hat, muss ich hier raus. Sind die denn von allen guten Geistern verlassen? Egal was auch passiert: weiter – weiter – weiter.

Ich hab´ die Schnauze voll, werde in meiner Box bei extremen Temperaturen gekocht und die zwei sagen immer noch 100 Mal am Tag, wie schön es doch ist. Die spinnen doch!

Gestern in diesem Agrotourismus haben mich die Mücken fast aufgefressen. Anne, das jecke Huhn, meinte nur: „Must du Kügelchen nehmen, Hans vertraut mittlerweile auch darauf.“ Habt ihr einen Filzesel schon mal Kügelchen lecken sehen?

Morgen fahren wir “wegen der Temperaturen“ nur eine kurze Etappe. Die Etappen werden mittlerweile nach Unterkunftsmöglichkeiten festgelegt. Nix Temperaturen! Am Freitag müssen wir in Kaleningrad ankommen. Für Samstag ist Boris, der Fremdenführer, gebucht. Den avisierten Sonntag hat er wegen vier Bundestagsabgeordneter abgesagt. Sollen die doch in Berlin bleiben und arbeiten. Jetzt fällt der wohlverdiente Ruhetag aus. Ob ich das noch lange mitmachen kann?

Hätte ich fast vergessen: Viel Spaß bei den Kölner Lichtern!

Nachtrag am 22.07.14 von Hans Abels

Der Esel erzählt Quatsch und mir fällt es jetzt erst auf.

Wir müssen erst am Samstag in Kaleningrad sein und haben am Sonntag die Führung. Bundestagsabgeordnete haben Sonntags frei und arbeiten erst wieder Montags  ;)).

 

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Die Hitze fordert ihren Tribut

Der unerträglichen Hitze von weit über 30° C geschuldet, haben wir nach 50 Kilometern in Pila bereits um 14.00 Uhr unsere Fahrt beendet.

Nachdem wir gestern in der Hitze etwas zuviel gefahren waren, hatten wir auch noch eine sehr unruhige Nacht. Wir können beide nicht sagen warum, aber wir haben beide stundenlang wach gelegen.

Zum Glück ging die heutige Fahrt durch schattige Waldabschnitte, denn für Abkühlung mussten wir mit unserem Fahrtwind wieder selber sorgen. Es weht kein Lüftchen. Erwähnenswert sind die vielen Alleen, durch die wir hier fahren.

Liegt es am Wochenende, an den Ferien oder an der Hitze? Man sieht nur wenige Leute auf den Straßen.

Pause in Trzcianka_Schönlanke

Pause in Trzcianka / Schönlanke

Störche auf ihrem Nest

ein häufiger Anblick, Störche auf ihrem Nest

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Da mussten wir halt durch

Geplant war nicht, dass wir 80 Kilometer bis nach Gajewo fahren, sondern wir wollten nach 60 Kilometern in Wielen bleiben. Leider konnten wir im dortigen Hotel mangels Rezeption niemanden erreichen und mangels Sprachkenntnissen wusste ich auch nicht, welche der vielen angegebenen Telefonnummern ich anrufen sollte. Mangelnde Sprachkenntnisse hätten auch dies zu einem Problem werden lassen. Also weiterfahren!

Das erste Agrotourismus in Gajewo haben wir dann angefahren, wurden freundlich empfangen, haben zwei Zimmer mit je einem Schlafsofa und ein eigenes Bad. Zum Abendessen gab es Mangoldsuppe (wahrscheinlich) mit Kartoffel- und Eieinlage , sehr lecker, und Schnitzel mit Kroketten und Salzgurke, auch sehr lecker.

Dabei versprach der Tag wenig Gutes. In unserem Roadbook vom Verlag IS.Radweg beschreibt der Autor Detlef Kaden den Weg wie folgt: „ … und wir haben uns die nächsten 23 Kilometer bis nach Drezdenko / Driesen mit einem der wohl übelsten Wegabschnitte des R1 abzufinden – starker Verkehr, unendlich erscheinende lange Geraden und ein überaus schlechter Straßenrand mit tiefen Pfützen an Regentagen.“

Ganz so dramatisch fanden wir den Weg nicht. Das erste Drittel war wohl vor kurzem erst sehr gut instand gesetzt worden. Großflächige neue Asphaltdecken zeugten von einer sachgerechten Reparatur. Das zweite Drittel wies zwar Schäden auf, ließ sich aber noch gut fahren. Nur das letzte Drittel war eine Herausforderung. Hier musste auf Schlaglöcher oder schlecht / falsch reparierter Stellen geachtet werden. Viel gefährlicher war jedoch ein Abkommen von der Fahrbahn in den Seitenstreifen. In dem weichen Sand oder Kies waren die schweren Räder kaum zu halten.

Positiv überrascht wurden wir von dem Verkehr. Ca. 95% aller überholenden Fahrzeuge, ob PKW, Kleintransporter oder Sattelschlepper, hielten einen sehr großen Seitenabstand. Oftmals wurde auf Schrittgeschwindigkeit abgebremst, um enge Überholvorgänge zu vermeiden.

Unser größter Feind war wieder einmal die Sonne. Bei Temperaturen bis über 35° C schien sie erbarmungslos auf uns herab. Die einzige Abkühlung war der eigene Fahrtwind, denn heute regte sich kein Lüftchen.

Beeindruckend war eine Windhose, die in weniger als 100 Metern neben uns, über einem Getreidefeld kräftig Staub aufwirbelte. Dabei entstand ein lautes Rauschen, als ob eine Maschine im Zentrum des Geschehens lärmte.

Die Landschaft war wieder von Wald, Getreidefeldern sowie Wiesen und Weiden geprägt. Erfreut haben uns die vielen Störche auf den Feldern und auf ihren Nestern, für die extra hohe Holzgestelle aufgestellt sind.

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Bin im Stress

Immer der Ärger mit der EDV. Ich konnte die heutige Fahrt nach Miedzychod über 70 Kilometer, trotz Picknick am See in Pszczew, kaum genießen. Immer kreisten meine Gedanken um das gestrige Problem, die gefahrene Route auf unsere Seite hoch zu laden. Die Internetverbindung mit dem Handy ist doch sehr langsam und die Datenmenge mit jedem Tag größer.

Eine Nachricht an unseren IT-Spezialisten Fabian Schwab reichte aus, eine kurze Zeit später schickte er mir einen Lösungsvorschlag. Doch hierfür brauchte ich eine stabile, schnelle Internetanbindung. Zum Glück hatte Anne in Miedzychod ein schönes Hotel am See mit Naturstrandbad und schnellem Internet ausgesucht. Hier konnte ich die Probleme gleich nach unserer Ankunft um 15.15 Uhr in Angriff nehmen.

Wenn ich mit der Fleißarbeit fertig bin, wird auch der Aufbau der Karte mit unserer Route wesentlich schneller sein.

Ach ja, gefahren sind wir heute auch. Landschaftlich war es mit Mischwäldern, Getreidefeldern, Wiesen und Brachland sehr abwechslungsreich. Ich bin erstaunt, wie viel Hafer hier angebaut wird. Auf einer Informationstafel lasen wir, dass die Grenze zwischen Deutschland und Polen vor dem ersten Weltkrieg an der Obra und nicht an der Oder verlief.

Unsere größten Feinde sind nicht mehr Berge und Hügel, die schaffen wir mittlerweile ganz gut, sondern Sonne und Wind. Bis kurz nach Mittag hatten wir strahlend blauen, wolkenlosen Himmel bei Temperaturen bis über 30° C. Plötzlich kam Wind auf, natürlich von vorne, und Wolken türmten sich auf. Aus der Richtung, in die wir fuhren, kamen uns dunkle Wolken entgegen. Zum Glück verzogen sie sich so schnell wieder, wie sie gekommen waren. Wir haben keinen Tropfen abbekommen. Pfützen am weiteren Wegesrand zeugten davon, dass der letzte Regenschauer nicht allzu lange her war.

Jetzt sitzen wir auf der Hotelterrasse, schauen über den See, werden von einer sechsköpfigen Mädelgruppe kreischend beschallt und haben unser Abendessen beim Sonnenuntergang genossen. Wir werden diesen Abend in „aller Ruhe“ ausklingen lassen.

Sonnenuntergang in Meidzychod

Sonnenuntergang in Miedzychod

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