Die Fahrt geht weiter

Die verlängerte Ruhepause bei Annes Bruder Theo und seiner Frau Heike ist beendet und so ging es heute auf die 77 Kilometer – Tour nach Neetze. Das schöne Wetter hatten wir faul im Garten genossen und so mussten wir es heute mit bedecktem Himmel und zeitweise heftigem Gegenwind vorlieb nehmen.

Auf dem 42 Kilometer langen Teilstück entlang der Elbe kamen uns pro Stunde mehr Radreisende entgegen, als wir auf der gesamten Tour nach St. Petersburg gesehen haben. Der Elberadweg ist sehr beliebt für Radtouren. Eigentlich eine unaufgeregte Fahrt mit gelegentlichen Ausblicken in eine wunderbare Elbauenlandschaft.

<<<<<<für Abwechslung sorgte ein Berliner Radlerpaar, während wir eine Pause machten. Sie war mir schon von weitem aufgefallen, weil sie ihr Rad schob. Nachdem ihr Mann zuerst an uns vorbeigefahren war und ein angrenzendes Gehöft ansteuerte, sprach er uns bei seiner Rückkehr an. Seine Frau hatte sich einen Plattfuss am Vorderrad eingefangen und sie hatten keinen Ersatzschlauch dabei. Er fragte uns, ob wir einen solchen im Gepäck hätten und wir ihnen diesen ggf. geben könnten. Da ich seit über 4800 Kilometern zwei Ersatzschläuche spazieren fahre, gab ich ihnen bereitwillig einen Schlauch ab und half bei der Montage.

Überglücklich bedankten sich die beiden mit einem üppigen Trinkgeld, das wir gleich in Bleckede nach der Fährfahrt über die Elbe in Radler umsetzten.

In Neetze haben wir ein schönes Hotel erwischt und uns das Abendessen schmecken lassen.

Selbstbedienungsverkaufsstand am Elberadweg

Selbstbedienungsverkaufsstand am Elberadweg

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Ruhetage in Mecklenburg-Vorpommern

Nachdem wir uns die letzten Tage von Annes Bruder Theo und seiner Frau Heike ausgiebig haben verwöhnen lassen, stehen jetzt die Zeichen wieder auf Weiterfahrt. Die letzte Maschine Wäsche ist im Endstadium und damit unsere gesamte Wäsche wieder frisch und sauber.

Gestern habe ich unsere Fahrräder überholt, beide Räder brauchten neue Bremsbacken an den Hinterradbremsen. Die Vorderradbremsbacken müssten auch ausgetauscht werden, aber ich habe nur einen Satz Bremsbacken pro Rad mitgenommen. Wenn wir unterwegs an einem Fahrradgeschäft vorbeikommen, werde ich neue Bremsbacken besorgen.

Dank des schönen Wetters hier, konnte ich die Zeit mit Waldspaziergängen und Pilze suchen sowie viel Ausruhen im Garten mit einem schönen Buch nutzen. Steinpilze gibt es hier in diesem Jahr nicht ganz so viele wie im Vorjahr, aber Maronen oder Braunkappen findet man in Hülle und Fülle.

Außerdem haben Anne und ich eine Ausfahrt durch die Gegend mit Heikes und Theos Motorroller gemacht. Schön auch einmal schneller und bequemer durch die Landschaft zu rollen. Dem örtlichen Erntedankfest mit Tanz auf den Deelen haben wir auch einen kurzen Besuch abgestattet. Der Umzug der geschmückten Festwagen mit Kamelle- und Schnapsfläschchen werfen erinnerte etwas an Kölner Brauchtum.

Gestärkt und Energiegeladen werden wir uns morgen auf den Weg nach Nordhorn zu Annes zweitem Bruder Christoph und seiner Frau Anke machen. Mit etwas Glück werden wir auch noch andere Nordhorner Follower treffen können. Wir freuen uns darauf.

In Köln werden wir dann so gegen Ende nächster Woche wieder eintreffen. Auch darauf freuen wir uns schon, denn es ist doch eine sehr lange Zeit, die wir schon unterwegs sind.

Pilze putzen

gesmmelte Pilze müssen auch geputzt werden

erste Ausfahrt mit Theo

erste Ausfahrt auf Heikes Roller zusammen mit Theo

Erntedankumzug in Grittel

einer der Festwagen im Erntedankumzug in Grittel

Anne und Theo Erntedankfest Grittel

Anne und Theo auf dem Erntedankfest in Grittel

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Zeit für ein Zwischenrésumée

DonkeykleinEndlich wieder in Gefilden, von den ich wieder was verstehe und in denen ich was verstehe!

Der Stress der letzten Tage in Skandinavien hat mich und mein Team arg strapaziert. Offensichtlich haben Anne und Hans den Wahlspruch „Bevor isch misch uffräsch, isset mir ejal“ vergessen. Ich glaube, dass hätte die Nerven am letzten Wochenende arg geschont. Und trotzdem: Glück gehabt! Malmö war ja wohl abgesoffen…Wir haben Trelleborg per Bus von Malmö aus am Vorabend der großen Flut erreicht und somit auch komplikationslos die Fähre nach Rostock.

Auf das Radeln in „good old Germany“ haben wir uns sehr gefreut, auch auf die Ruhetage in Meck-Pomm, auf das Pilze sammeln und auf das leckere Essen von der Schwägerin.

In den östlichen Ländern und auch in Skandinavien traf ich keine Verwandten an. Erst wieder hier in Mecklenburg-Vorpommern stieß ich auf eine junge Familie mit einem Nachwuchseselchen – zu nett! Einem weiteren Verwandten begegneten wir im strömenden Regen und er I-ate uns auf jämmerliche Weise an. Mitfahren konnte er nicht. Wir hatten schon genug mit uns zu tun.

Mann oh Mann, das waren Monate! Hitze, die strapazierte – manchmal war sie auch einfach nur schön – Regen und Kälte, die nur noch nervten.

Die Hitze veranlasste Anne, eine immer langsamere Gangart einzulegen. Hans fühlte sich dann regelmäßig von dem Zuckeltrab genervt. Bei kühlerem Wetter und auch bei Regen wurde Anne dagegen sehr fix und Hans stimmungsmäßig ungenüßlich.

Es war bisher eine höchst spannende Tour mit hohem Erlebnisfaktor und eine Reise ins „ICH“. Glücklich und froh bin ich, dass wir drei die Tour bis hierher nach Grittel relativ unbeschadet absolvieren konnten. Der Blaue und der Graue zeigten ab und an Bockigkeit: sie stießen jeweils zweimal ihre Stehhilfen ab, was zeitweise sehr ungünstig war. Obendrein brach beim Blauen eine Sattelstrebe, so dass in Lettland ein neuer Sattel besorgt werden musste. Erschwerte Fahr-Bedingungen für Anne! Außerdem musste in Kaliningrad in eine neue Kopfbedeckung für Anne investiert werden, da der Blaue sie bereits in Küstrin abgeworfen hatte und dabei der Helm wohl einen Riss bekommen hat – Gott sei Dank nicht der Kopf, das kann ich beschwören.

Und so reihten sich die Ereignisse aneinander, wie Perlen. Es war schwer, alle Eindrücke in der doch relativ kurzen Zeitspanne zu verarbeiten. Die Fahrten durch Radfahrerparadiese, durch Wälder, vorbei an Seen, über rumpelige Naturstraßen, über Straßen, die noch keine waren (sie befanden sich im Entstehungsmodus), die Fahrten neben aggressiven Autofahrern, die sich von uns Radlern massiv gestört fühlten, und und und…Das alles war anstrengend für einen alten Donkey Donk wie mich. Um so mehr erfreuen wir uns an den Ruhetagen bei Bruder, Schwager und Schwägerin. Wir werden wohl noch ein paar Tage diese Gastfreundschaft genießen.

mit zerknitterten Ohren

mit zerknitterten Ohren vor der Skandinavienkarte

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01.09. Herbstanfang

Passend zur Jahreszeit war unsere heutige Fahrt von Rostock -Bistow 85 Kilometer nach Crivitz.

Nachdem uns zum Frühstück die Sonne begrüßte, fielen zur Abfahrt die ersten, vereinzelten Regentropfen. Außerhalb des Ortes lagen die Wiesen und Wälder noch verschwommen im Morgennebel. Dieser löste sich dann auch sehr bald auf, kam aber als Niesel-, Sprüh- und Landregen wieder.

Trotzdem empfanden wir die mecklenburgische Schweiz als überaus reizvoll. Für Radtouren und Wanderungen sehr zu empfehlen.

Wie wir bei unserer Ankunft im Hotel, das wir Mittags per Internet gebucht hatten, schon bemerkt hatten, so erlebten wir beim Abendessen, dass wir mit der Wahl des Hotels danz tief in den Glückstopf gegriffen hatten und uns für die doch anstrengende Regentour belohnt fühlten.

Unsere Vorfreude auf die nächsten Tage wir uns morgen, egal wie das Wetter wird, ganz schnelle und starke Beine bescheren.

Unbenannt

unser heutiges Höhenprofil

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Überfahrt nach Rostock

Unsere Entscheidung, gestern noch nach Trelleborg zu fahren, hat sich heute Morgen als goldrichtig erwiesen. Im Check-In Gebäude am Fährhafen trafen wir auf ein deutsches Radlerpaar, das heute Morgen von Malmö gekommen war. Sie berichteten von katastrophalen Zuständen durch überschwemmte Straßen in Malmö. Die Straßen sollten bis zu 30 cm unter Wasser gestanden haben. Sie haben ein Taxi nehmen müssen, um Trelleborg zu erreichen.

Auf der Fähre unterhielt sich eine deutsche Gruppe darüber, wie problematisch ihre Anreise zur Fähre aus Richtung Malmö war. Sie berichteten von überfluteten Unterführungen und gesperrter Autobahn. Sie haben die Fähre in letzter Minute erreicht.

In der Zeit saßen wir gemütlich beim Frühstück und freuten uns auf die Überfahrt nach Rostock. Auch jetzt regnet es immer wieder. Mal sehen wie es in Rostock für uns weitergeht.

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Ankunft in Trelleborg

Auch wenn wir es heute Morgen nicht für möglich gehalten haben, so sind wir doch um 20.15 Uhr im Fährhafen von Trelleborg eingetroffen. Wir haben viel Glück und viele Hilfe bekommen, um diese Ziel zu erreichen.

Als wir mit dem Fernbus an seiner Endhaltestelle in Jönköping ankamen und ich unser Gepäck und unsere Fahrräder aus dem Gepäckfach holte, kam der Busfahrer, es hatte unterwegs einen Fahrerwechsel gegeben, und fauchte mich an, wo ich denn die Fahrräder heraushole. Er sei seit 15 Jahren bei der Busfirma und so lange sei es auch schon verboten, Fahrräder zu transportieren. Als ich ihm erklärte, das wir die Information des Fahrradtransportes von der Eisenbahngesellschaft hätten und der vorherige Busfahrer sogar telefonisch unsere Buchung und Bezahlung veranlasst hätte schimpfte er auf schwedisch weiter. Als ich ihm dann noch sagte, es sei unsere erste und letzte Schwedenreise bei den vielen Problemen gewesen, zog er noch lauter schimpfend davon. Mir sollte es egal sein, hatten wir doch unser erstes Ziel erreicht.

Jetzt mussten wir mit dem Zug weiter. Im Bahnhof waren alle Büros und Schalter geschlossen. Also suchten wir unseren Bahnsteig und fanden dort auch einen Zug vor. Ich fragte einen Mitarbeiter, wo wir denn die Fahrkarten kaufen könnten. Das sei bei ihm später im Zug möglich, wir sollten mit den Fahrrädern schon einmal einsteigen.

Uffff, nächste Hürde geschafft.

Im Zug lernten wir eine junge Frau mit Kleinkind kennen. Anne kam sehr schnell mit ihr ins Gespräch und wir erzählten von unserer Reise und unseren Schwierigkeiten in Schweden. In einer Gesprächspause nahm die junge Schwedin ihr Handy und suchte alle für uns notwendigen Verbindungen und Uhrzeiten im Internet heraus. Wie sich dabei herausstellte, hatten wir die gleiche Fahrtrichtung und musten am gleichen Bahnhof umsteigen. Wir halfen ihr mit dem Kinderwagen und sie uns mit dem Auffinden des richtigen Zuges.

Nächste Hürde geschafft.

Die junge Schwedin hatte auch herausgefunden, dass es ab Malmö eine Busverbindung nach Trelleborg gab und wir diese heute noch nutzen könnten. Ob dieser Bus auch Fahrräder mitnahm sei aber im Internet nicht ersichtlich. Manche Busse ja, andere wieder nicht. Das müssten wir vor Ort klären.

In Malmö angekommen, fanden wir recht schnell die Bushaltestelle, hatten aber noch über eine halbe Stunde Zeit, bis der Bus kam. Also zurück ins Bahnhofsgebäude, noch schnell einen Happen essen. Als wir wieder heraus kamen, sah ich den Bus vorfahren. Ich fuhr schnell hinterher und fragte den Busfahrer, ob er uns und die Fahrräder mitnehmen könnte. Zuerst meinte er das sei nicht möglich, aber auf meinen Einwand, der Bus habe doch einen Fahrradträger am Heck befestigt, stieg er aus und ging hinter seinen Bus. Er klappte den Träger aus und meinte, ein Fahrrad könne er mitnehmen. Als ich bittend fragte ob er auch beide Fahrräder mitnehmen würde, wenn ich sie sicher auf den Träger bekäme, meinte er Achselzuckend: „Try it“ (versuch es). Natürlich bekam ich beide Fahrräder auf den Träger und sicherte die Fahrräder mit unseren zwei Schlössern gegen herunterfallen. Damit war der Busfahrer dann auch zufrieden und unser Transportproblem nach Trelleborg gelöst.

Überglücklich kamen wir um 20.15 Uhr in Trelleborg an und fanden auch noch ein Hotelzimmer. Schnell noch per Internet die Fähre für morgen, Sonntag gebucht, und wir konnten uns das wohlverdiente Bierchen schmecken lassen.

Wir haben heute Morgen beide nicht daran geglaubt, dass wir heute so weit kommen und morgen, Sonntag, den 31.08.2014 wieder in Deutschland sind.

Leider musste ich eben feststellen, dass das Navi gestern und heute unseren Weg nicht aufgezeichnet hat. Ich werde morgen auf der Überfahrt den Weg manuell nachtragen.

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Gestrandet in Schweden?

Mit mieser Stimmung und Laune sind wir gestern Abend eingeschlafen. Als wir gegen vier Uhr beide wach in unserem Bett lagen, sprachen wir die ganze Situation noch einmal durch und beschlossen, um 8.30 Uhr wieder am Bahnhof unser Glück zu versuchen und ggf. mit der Bus-Zug-Kombination Stockholm zu verlassen. Vielleicht gab es aber auch eine andere Möglichkeit.

Gesagt, geschlafen, getan. Am Bahnschalter dann der nächste Schock. Busfahrkarten konnte man uns keine verkaufen, die müssten wir am Busschalter oder online kaufen. Der Bus sollte um 9.45 Uhr abfahren, der Schalter aber erst um 10.00 Uhr öffnen. Online konnten wir, da die Seite nur auf Schwedisch war, nicht erkennen, ob der Bus unsere Fahrräder mitnahm. An der Touristeninformation, die auch Busfahrkarten verkauft, konnte man uns auch nicht weiterhelfen und verwies uns an den Busschalter. Dass der zu spät öffne, daran könnten sie auch nichts ändern.

Ich versuchte es am Schalter von Viking Line, ob wir Stockholm auf dem Seeweg verlassen könnten. Auch diese Möglichkeit bot sich nicht. Die einzige Möglichkeit sei, ca. 50 km nach Nynäshamn zu fahren und eventuell von dort am Montag weiter nach Danzig. Also auch keine Lösung.

Anne hatte dann 15 Minuten vor Abfahrt des Busses die Idee, mit dem Busfahrer über unsere Situation zu sprechen und um Hilfe zu bitten. Ich sah wenig Möglichkeiten darin, hatte man uns doch überall gesagt, dass der Busfahrer keine Fahrkarten verkaufe.

Der Fahrer war freundlich und gab Anne eine Telefonnummer, die wir kontaktieren sollten und so versuchen sollten noch eine Fahrkarte zu lösen. Er habe Platz im Bus und würde auch die Fahrräder mitnehmen. Außer einem „Bitte warten, bitte warten, bitte warten“ tat sich nichts in der Leitung. Noch fünf Minuten bis zur Abfahrt. Wir standen mit unseren Fahrrädern vor dem Bus und erklärten dem Busfahrer unsere Not. Nun versuchte er es über sein Bustelefon und erreichte doch tatsächlich jemanden. Nachdem ich ihm meine Kreditkarte gereicht hatte und damit hoffentlich nicht den Bus gekauft habe, durften wir die Fahrräder und unser Taschen verladen und bekamen Sitzplätze zugewiesen.

Während ich diesen Bericht schreibe sitzen wir im Bus auf dem Weg nach Jönköping, das wir um 14.05 Uhr erreichen sollen. Dort haben wir dann 23 Minuten Zeit, Fahrkarten für den Zug nach Alvesta und von dort nach Malmö zu kaufen, und auch noch den Zug zu erreichen.

Als Anne im Bus saß und wir wirklich losfuhren, hat sie erst einmal ein paar Tränchen verdrückt, so groß war unsere Nervenanspannung.

Wir sind gespannt, wo wir heute noch landen.

Bericht schreiben im Reisebus

Bericht schreiben im Reisebus

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Auf nach Stockholm

Nach dem Frühstück sind wir am Freitag, den 29.08.14 sofort losmarschiert, um noch Fahrkarten für die Fähre nach Stockholm zu bekommen. Pünktlich um 9.00 Uhr standen wir vor dem Büro, aber die „überaus freundliche“ Dame erklärte uns ziemlich barsch, dass sie erst um 9.30 Uhr geöffnet habe. Also warten – doch es lohnte sich. Um 9.30 Uhr war dann auch eine nette Kollegin da, die uns die Tickets verkaufte und uns mit den nötigen Informationen versorgte.

Im Hafen mussten wir dann noch auf die Fähre warten. Diese kam von Helsinki, machte im Hafen eine 180 Grad Wende und legte dann rückwärts an. Innerhalb von 15 Minuten waren die sechs Autos und acht Fahrräder mit den Passagieren verladen und wir legten schon wieder ab.

Die Fahrt verlief ruhig und die vielen Regenschauer störten uns nur wenig. Fasziniert verfolgten wir den Weg durch die Inselwelten. Kleine und kleinste Inseln lagen entlang der Fährroute. Besonderst die letzten 1,5 Stunden vor Stockholm waren sehenswert.

In Stockholm kamen wir um 18.15 Uhr an und fuhren gleich zum Bahnhof um Zugtickets zu kaufen, da wir am nächsten Morgen mit dem Zug nach Malmö fahren wollten. Wir sind des Pedalierens bei dem Regenwetter müde und wollen schnell zurück nach Deutschland, auch wenn das Wetter dort nicht viel besser ist.

Im Bahnhof dann der Schock: schwedische Eisenbahn nimmt nur verpackte Fahrräder im Gepäckwagen mit. Ein Umwickeln mit Folie, wie wir es bei Flügen machen, reicht nicht aus. Außerdem sind es nur wenige Strecken, auf denen Fahrräder mitgenommen werden. Die einzige uns angeboten Verbindung nach Malmö, näher kommen wir nicht an den Fährhafen Trelleborg heran, ist eine Kombination aus Bus und Regionalbahn. Karten hierfür kann man uns nicht verkaufen. Erst morgen früh an der Touristeninformation im Bahnhof oder am Busschalter. Doch der Busschalter öffnet erst 15 Minuten nach der Busabfahrt.

Unsere Nerven liegen blank, blitzeblank.

Da wir nichts mehr erreichen können, machen wir uns auf die Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit. Wir zahlen ein Vermögen für Zimmerchen, in dem sich nicht einmal die Fenster öffnen lassen. Sehr beliebt sind auch Zimmerchen ohne Fenster.

Egal, heute können wir nichts mehr ausrichten.

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Ankunft auf A°land

Pünktlich um 15.oo Uhr legte die Fähre in Langnäs an. Das Wetter hatte sich kein bisschen gebessert. So wie schon unterwegs immer wieder Schauer herunter kamen, so begrüßte uns A°land mit einer Regendusche.

Gut eingepackt machten wir uns auf die 30 Kilometerstrecke nach Mariehamn. Bei schönem Wetter ist A°land bestimmt eine reizvolle Insel zum Radfahren, Wandern, Wassersport oder einfach nur zum Erholen. Bei Temperaturen unter 15° C., Regen und Wind macht es nur wenig Spaß und man will schnell wieder weg.

Hoffentlich bekommen wir morgen nach zwei Plätze auf der Fähre nach Stockholm. Heute waren alle Büros schon geschlossen.

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Auf dem Weg nach A°land

Heute Morgen mussten wir unser Frühstück selbst herrichten und selbst den Kaffee kochen. Zu unserem Zimmer gehörte auch eine kleine Küche mit Sitzgelegenheit. Da das Restaurant des Hotels erst ab 11.00 Uhr öffnet, bekamen wir abends unsere Frühstückszutaten in den Kühlschrank gestellt. Noch eine schnelle Einweisung in die Kaffeemaschine, Kaffeepulver und Filter waren vorhanden, und weg war der Wirt.

Um 9.00 Uhr fuhren wir dann die vier Kilometer zum Fähranleger nach Galtby zurück und waren erstaunt über die kleine Fähre nach A°land. Pünktlich um 10.00 Uhr legten wir, bis aif den letzten Platz belegt, ab.

Das Wetter ist grau und immer wieder kommen Regenschauern. Die durch den Wind unruhige See, lässt die Fähre ganz schon tanzen. Schön ist auch der kostenfreie Wlan – Zugang ins Internet an Bord. So kann ich die 4,5 Stunden Überfahrt mit drei Zwischenstopps für die Berichte nutzen.

Leider gibt es außer einem kostenpflichtigen Kaffeeautomaten keine Gastronomie an Bord.

an der Fähre in Galtby

warten an der Fähre in Galtby

unsere Fähre nach Aland

unsere Fähre nach Aland

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