Meseta eben nicht geschafft

Tag 40 El Burgo Ranero – Mansilla de las Mulas 20,2 km

Tag 39 Sahagun – El Burgo Ranero 18,7 km

Samstag, 4. Juli 2015, Tag 40

Nur noch zwei kurze Etappen und wir haben das nächste große Ziel, León, erreicht. Der heutige Weg, den wir um 7.45 Uhr begannen, ist keinen Deut besser, als der gestrige. Die einzige Freude biete wieder der grüne Lindwurm, der sich entlang unseres Weges erstreckt. Ich habe aus Spaß und Langeweile einmal an dem weitesten Punkt, den wir sehen konnten, Zeit und Kilometermäßig gestoppt. Wir brauchten 45 Minuten oder gut 3,5 Kilometer bis wir den ins Auge gefassten Baum erreichten. Ansonsten wieder endlose Weite, ein paar eingefallene Lehmbauten und ein paar Aufforstungen von Platanen, sonst nichts.

Unsere Unterkunft in Mansilla de las Mulas ereichten wir um 13.15 Uhr. Ein Radler zur Ankunft, Track hochladen, ein paar Nüsse als Mittagessen, schlafen.

Gegen 17.00 Uhr starteten wir dann zu einer Besichtigungsrunde durch den interessanten Ort. Die Stadtmauer aus dem 11. Jahrhundert ist weitestgehend erhalten. Sie wurde am Rande des Flusses Esla aus Flusskieseln erbaut. Wie die meisten Flüsse, die wir bisher überquert haben, führt auch die Esla kaum Wasser. Wir vermuten, dass das Wasser in das weit verzweigte Netz der Bewässerungskanäle abgeleitet wird. Diese führen zum Teil mehr Wasser, als die größeren Flüsse.

Freitag, 3. Juli 2015, Tag 39

Zu früh gefreut. Kaum hatten wir Sahagun um 8.10 Uhr verlassen, wurde unsere Geduld auf eine harte Probe gestellt. Die zu laufenden Kilometer waren stink langweilig. Wieder endlose Weite mit hier und da ein paar Bäumen, aber nichts, voran das Auge sich hätte festhalten können. Der schön angelegte Schotterweg entlang einer kaum befahrenen Landstraße, hatte sogar an seiner linken Seite in regelmäßigen Abständen Platen zu bieten. Die größeren und älteren Bäume spendeten auch etwas Schatten auf den Weg. So weit so gut. Ansonsten gab es nichts, außer endloser Weite und dem endlosen grünen Lindwurm der Platanen zu sehen. Zur Erfrischung flaute noch aus Westen ein Windchen auf, das sich je später der Nachmittag, fast zu einem Sturm entwickelte. Uns störte das nicht weiter, hatten wir nach ausgedehnter Pause zwischendurch, unsere Unterkunft gegen 13.00 Uhr erreicht.

Da wir beide großen Hunger hatten und ein Restaurant angeschlossen war, wollten wir eine Kleinigkeit essen. Die Kleinigkeit war dann aber so groß, dass wir sogar auf das Abendessen verzichteten. Der nachmittägliche Spatziergang durch El Burgo Ranero war mehr als trostlos. Der Ort, der außer unserem etwas außerhalb gelegenen Restaurants nur noch über ein nicht besuchtes Cafe´ verfügte, wirkte wie eine trostlose Geisterstadt aus einem schlechten Western. Alte, verfallene und teilweise eingestürzte Lehmhäuser standen neben scheinbar unbewohnten „moderneren“ Häusern. Wir haben den Grund noch nicht heraus bekommen, aber vor vielen Eingangstüren stehen ca. 80 cm hohe Bretter oder Bleche, die das Betreten oder Verlassen der Häuser nicht möglich machen. Ist das Wetter- sprich Wasserschutz bei plötzlich eintretenden Gewittern, oder was sollen sie abhalten? Wir wissen es nicht.

Den restlichen Nachmittag, Abend, verbrachten wir wie immer, Wäsche waschen, lesen, schlafen.

Um einen Blog zu schreiben, war ich wirklich zu unmotiviert, Zeit wäre ausnahmsweise mehr als genug gewesen.

auch ein schöner Anblick schöner Anblick und Donkey schau um die Ecke

eingefallenen Lehmbauten  eingefallene Lehmbauten

großer Bewässerungskanal  großer Bewässerungskanal

Stadtmauer von Mansilla de las Mulas  Stadtmauer von Mansilla de las Mulas, beachtenswert wie die Flusskiesel in Lagen gelegt sind. Dickere Steine gibt es in der Region nicht.

antike Säulenhäuser am Brunnenplatz  antike Säulenhäuser am Brunnenplatz von Mansilla de las Mulas

Posted in Jakobsweg 2015.

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