Tag 3 Moissac – Auvillar 21,5 km

Obwohl wir in Pommevic exakt eine Stunde Mittagspause gemacht hatten, erreichten wir unsere vermeintliche Unterkunft in Auvillar bereits um 14.30 Uhr.
Doch der Reihe nach. Da auch der heutige Tag wieder sehr schönes Wetter versprach, verließen wir bereits um 7.55 Uhr unser Quatier in Moissac. Wir wollten die angenehme Morgenfrische ausnutzen, um der Mittagshitze ausweichen zu können. Schnell noch in Moissac etwas Brot und Wurst eingekauft und schon waren wir frohen Mutes auf dem Weg. Für den Einstieg in unsere Wanderung hatten wir auch die ideale Strecke zu laufen. Der Weg verlief fast 15 km recht eben an einem schiffbaren Kanal entlang. Die geringen Gefälle und Steigungen waren hier nur an den vereinzelten Schleusen zu verzeichnen. Die mächtigen Platanen entlang der Ufer spendeten reichlich Schatten, sodass es eine Freude war, dem Kanal zu folgen. Obwohl die Beschilderung uns über eine Brücke leiten wollte, um dann kurze Zeit später über die nächste Brücke wieder die Uferseite und den parallel verlaufenden Fluss Tarn zu überqueren, vertraute ich lieber meinem Navi. An der zweiten Brücke angekommen, mussten wir feststellen, dass es keinen Aufgang zur Brücke gab und wir den Weg wieder zurück mussten. So einen Scheiß! Wem soll ich denn ab morgen vertrauen? Navi oder Beschilderung? Der Glaubenskrieg beginnt. Mal sehen wie oft wir uns verlaufen und wann Anne mir das Fell über die Ohren zieht. Schließlich ist sie ja bis hierhin auch ohne Navi gekommen. Wie oft sie sich verlaufen hat und wie viele Kilometer Umweg sie gelaufen ist, darüber herrscht Stillschweigen. Kommentar von Anne beim Schreiben: „Du Doof!“

Als wir an unserem vermeintlichen Hotel ankamen, hieß es dort “kein Zimmer verfügbar, ausgebucht, wir haben nach der Buchungsbestätigung keine nochmalige Bestätigung durch Frau Connemann erhalten.“ Jetzt haben wir ein Privatquartier für 5 Personen mit zwei Schlafzimmern und einem Bad für uns alleine. Nach einer ausgiebigen Ortsbesichtigung incl. Kirche von 30 Minuten, haben wir den Nachmittag genutzt, unsere müden Knöchelchen auf dem Bett zu pflegen. Der nächste Morgen kommt bestimmt.

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Posted in Jakobsweg 2015.

4 Kommentare

  1. Ihr habt ein flottes Wandertempo aufgelegt – alle Achtung!
    Beschweren sich die Schultern schon über den Rucksack? Wenn nicht – das kommt noch!
    Besonders schön ist am Wandern, wenn man abends die Wanderschuhe ausziehen kann, oder?
    Wir finden euch klasse!
    Liebe Grüße
    Gisela

    • Liebe Gisela,
      schön dass du und Karlheinz uns wieder bei der Tour begleitet. Auch nach dem zweiten Tag haben wir beide keine Beschwerden an den Schultern. Wir achten darauf, den Rucksack fast nur mit den Hüften zu tragen und mit den Schultern nur zu stabilisieren. Ich kann immer eine Hans zwischen Schulter und Tragegurt stecken. Die Füße freuen sich natürlich, wenn wir sie nach getaner Arbeit von den Wanderschuhen befreien. Trotz intensiver Vorbereitung und guter Materialauswahl strafen uns die Füße heute mit Blasen.

  2. Hallo ihr Lieben, herzlichen Glückwunsch zum gelungenen Start. Pflegt eure Blasen ;-( und lasst es langsam angehen. Ich bewundere euch, u.meine Hochachtung wächst von Tour zu Tour! Wir wünschen euch gesunde Füße, starke Schultern, sonniges nicht zu heißes Wetter und ganz viele tolle Landschaften. Freuen uns über weitere spannende Berichte.
    Es grüßen euch lieb Micha & Gaby

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