Auf nach Essen

Mit 87 Kilometern Anlauf haben wir heute Essen erobert. Dafür, dass es unsere letzte Station auf einer langen Reise ist, hätten wir schon mehr Begeisterung und Enthusiasmus erwartet. Aber nix da, mit unseren breiten Packtaschen sind wir auch hier Störenfriede im Stadtverkehr.

Überhaupt habe ich das System der Radwege hier in Essen nicht verstanden. Breite Straßen werden als Fahrradstraßen mit großen Schildern und Piktogrammen auf der Straße ausgewiesen, mit den Zusatzschildern, „Für PKW und Motorräder frei“! Also, alles wie gehabt, Fahrräder stören.

Dabei war die heutige Tour bei strahlendem Sonnenschein sehr abwechslungsreich. Sogar die sanften Hügel erfreuten uns durch ihre Anwesenheit, hatten wir sie doch gestern gar nicht vermisst.

Auch der Fahrbahnbelag war heute sehr abwechslungsreich. Asphalt wechselte sich mit Schlaglochstrecken ab, unterbrochen von verschiedenartigsten Naturwegen. Besonders interessant wurde es, wenn in abschüssigen Waldpassagen der glatte, geschwindigkeitsfreudige Asphalt schlagartig durch Sandpassagen ersetzt wurde. Evel Knievel hätte an unseren akrobatischen Einlagen, um Stürze zu vermeiden, seine helle Freude gehabt.

Auf unserer ganzen Tour wurden wir noch nie so häufig auf unsere Ausstattung angesprochen wie heute. Ob Einzelpersonen oder Gruppen, überall sorgten wir für ungläubiges Staunen und Gesprächsstoff für Tage.

Mit Freude und Wonne schauen wir auf unsere morgige Abschlussetappe. Bis auf Düsseldorf werden wir jeden Meter aufsaugen und genießen. Wir freuen uns auf unser Zuhause.

Posted in Europa Radweg R1.

3 Kommentare

  1. Welcome home! Schön dass ihr wieder im Lande seid, obwohl
    wir eure interessante und manchmal auch lustige Berichte vermissen werden. Ihr könnt ja mal überlegen ob ihr das Tagebuch nicht weiterschreibt.
    Einen guten Start nach der langen Zeit wuenschen FJ und M

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