Fahrt durch den Gauja Nationalpark

In einem ständigen Auf und Ab, ging es heute 62 Kilometer durch den Gauja Nationalpark, bis irgendwo im Nirgendwo drei Häuser den Ort Sparini bilden.

Völlig überrascht fanden wir hier ein modernes Gästehaus mit eigener Quelle vor der Haustür und einem schönen Badesee entlang der Grünanlage. Damit hatten wir nicht gerechnet. Wir sind zwar im Moment die einzigen Gäste, bekamen aber ein sehr schmackhaftes Abendessen mit Dessert gekocht. Nur auf unser Abendbierchen müssen wir hier verzichten.

Kurz nach der Abfahrt in Segulda verließ unsere Route die asphaltierte Straße und 23 der nächsten 30 Kilometer führten über eine Naturstraße. Wir hatten das Glück, dass durch die Niederschläge der letzten Tage die Wege feucht und fest waren. Auch die Waschbrettrillen hatten sich zum Teil verfüllt. So kamen wir gut voran. An zwei Steigungen mit 9% und 12% mussten wir vom Rad und schieben. Aber auch diese Passagen schafften wir.

Die Landschaft aus Hügeln und Tälern, Wäldern, Wiesen und riesigen Getreidefeldern ist traumhaft schön. Wir sitzen, während ich diesen Bericht schreibe und Anne diktiert, auf der Terrasse unseres Gästehauses und blicken über scheinbar unendlichen Wald im Gauja Nationalpark.

unendliche Felder und Wälder

unendliche Felder und Wälder

Gästehaus Sparinu Kalns in Sparini

Gästehaus Sparinu Kalns in Sparini

Posted in Europa Radweg R1.

4 Kommentare

  1. Immer wieder lese ich mit großem Interesse Eure Reisebeschreibungen: so viele unterschiedliche Eindrücke und Erlebnisse. Und wahrscheinlich oft die Frage, wo werden wir heute Abend landen? Ich habe den Eindruck, dass bisher fast jede Unterkunft eine Überraschung war. Seitdem Ihr mit den Rädern unterwegs seid, bin ich auch öfter mit dem Rad auf Achse. Ihr motiviert bis Köln!!
    Herzliche Grüße und toi, toi, toi Claudia

  2. Dieser und viele vorausgegangene Posts vermittelt das, was euch zu dieser Tour motiviert: Lebensglück!
    Riesige Wellen und große Opern sind in ihrer Außenwirkung natürlich viel beeindruckender. Aber bedeuten sie auch gutes Leben? Was gutes Leben bedeutet, ist natürlich diskutierbar. Die Frage beschäftigt Menschen mindestens seit der Antike. Die überzeugendste Antwort lautet: Selbstbestimmte Muße i.S. zweckfreien Handelns um seiner selbst willen verschafft Zufriedenheit mit der eigenen Lebensführung.
    Auf dieser Route radelt ihr derzeit um die Ostsee, und eure Berichte zeigen, dass ihr gutes Leben praktiziert. Alle Unbequemlichkeiten, Anstrengungen, Widrigkeiten oder unwillkommene Überraschungen belegen diese Aussage. Gutes Leben erkauft man sich nämlich nicht, sondern man erarbeitet und verdient es sich. Die Aktivitäten können, dürfen und müssen vielleicht sogar anstrengend sein, um sie schätzen zu können und um Lebensglück zu erfahren. Selbstverständlich ist es ein Privileg, Dinge tun zu können, die man liebt. Aber auch dieses Privileg ist kein Geschenk. Ihr habt es euch erarbeitet. Das war die Saat. Jetzt fahrt ihr die Ernte ein. So geht gutes Leben!

  3. Hallo Anne und Hans,
    seit gestern radeln wir nun auch zu zweit, Werner muss wieder arbeiten, und folgen weiter euren Spuren und manchmal meinen wir, sie frisch zu spüren. Habt ihr euch in diesem Lokal gestärkt oder habt ihr in jenem Hotel übernachtet?
    Heute haben wir mit der Villa Toscania südlich von Miedzychod eine fürstliche Herberge gefunden.
    Unser heutiges Ziel ist Pila, wo Kurt auf Ahnenforschung gehen wird.
    Bleibt weiterhin beim Strampeln guten Mutes und gesund.
    Kurt und Reinhard

    • Hallo Reinhard und Kurt,
      ich habe euch eine Email mit verschiedenen Daten gesendet. Weiterhin gute Fahrt und viel Spaß. Wenn ihr weiter so schnell voran kommt, holt ihr uns ja noch ein.;))

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