Ein total verrückter Abend

Das ist das Salz in der Suppe!

Wir hatten in Nica, im Hotel Nicava, mit etwas Problemen eingecheckt. Unser Name war zwar im Computersystem erfasst, aber irgend etwas passte nicht. Uns egal, hauptsache Zimmer mit Bad und Bett.

Nachdem wir uns frisch gemacht hatten, gingen wir zum Abendessen auf die Terrasse des Restaurants. Noch während wir unsere Soljanka aßen, gab es am Nebentisch Stress mit anreisenden Deutschen. Sie hatten über booking.com gebucht, aber alle Zimmer waren besetzt. Wir hatten, wie sich später herausstellte, telefonisch über die Enkelin des Hotelinhabers gebucht. Trotz der telefonischen Zusage, war das Hotel aber schon ausgebucht. Wir saßen beim Abendessen und wurden ausgeguckt, überzählig ein Zimmer bezogen zu haben.

Die junge Frau, die uns das Zimmer gegeben hatte, hatte wohl nicht die Traute, uns nach einer Lösung des Problems zu fragen. Nun wurde ein zufällig anwesender Kellner, Raitsi, der gut englisch sprach, vorgeschickt, uns zu einem Hotelwechsel zu bewegen. Das neue Zimmer sollte ca. 100 Meter entfernt sein. Als Wiedergutmachung spendierte man uns das Abendessen, alle Getränke, das Frühstück und das neue Zimmer war auch noch billiger.

Gutmenschen wie wir sind, erklärten wir uns einverstanden, baten aber um Hilfe, unsere ganzen Taschen und Beutel in das neue Zimmer zu bringen. Die Fahrräder konnten im Hotel stehen bleiben. Kurze Zeit später setzte sich eine Prozession, bepackt mit Fahrradtaschen und Beuteln, in die neue Unterkunft in Bewegung. Die zwei jungen Männer, Raitsi und Toms, waren sehr nett und freundlich und so tranken wir nach getanem Umzug nicht nur ein Bier miteinander. Dabei führenten wir ein angeregtes Gespräch über Gott und die Welt. Sie spendierten mir dann noch einem „Monkey Brain“ – Shooter, der mich fast außer Gefecht setzte.

Alles in allem ein schöner, verrückter Abend, mit zwei jungen, netten Menschen, die wir kennen lernen durften.

Jetzt liegen wir im Pfauenzimmer und Anne bekommt sich nicht mehr ob der Schönheit des Pfaues ein.

mit Raitis und Toms in Nica

mit Raitis und Toms in Nica

der Pfau im Pfauenzimmer

der Pfau im Pfauenzimmer

Posted in Europa Radweg R1.

3 Kommentare

  1. Ja, das Leben hält ungeahnte Überraschungen bereit, wenn wir uns aus der Deckung des Alltagslebens wagen und spontane Würze nicht fürchten. Routine hat ihre Vorteile: Vorgegebene Rollen und Verhaltensmuster geben uns Handlungssicherheit. Wenn sich Ereignisse jenseits von Routine und entgegen unserer Planung mischen und fügen, wird das Leben spannend und intensiv. Das ist Labenselexier für abenteuerlustige Individualreisende.

  2. Hallo ihr 2,

    Chapeau, wie ihr das schafft…. Hoffe ihr kommt gut klar, aber da bin ich ja ganz zuversichtlich so wie ich euch im Gespann kenne, und das zeigt ja auch EUR nett organisierter Umzug.
    Weiterhin eine gute Tour und immer viel Luft im Reifen!

    Dieter

  3. Salz in der Suppe mit einer Prise Pfeffer!

    Hier das Rezept für die Suppe:
    Bailey’s Irish Cream + Wodka + alkoholfreier Granatapfelsirup (Grenadine)

    „Nichts für schwache Nerven“ heißt es im Rezept.
    Der „Monkey Brain Shooter“ ist das i-Tüpfelchen eines verrückten Abends, der nur noch durch ein Frauenzimmer im Pfauenzimmer getoppt werden kann.

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